|
Nach einigen Erfahrungen im
Bereich von hochwertigen dynamischen Lautsprechern und
Elektrostaten,
liefen mir die
Kappa 9a
über den Weg. Sie wurden mir als 9 verkauft, waren aber durch
den Umschalter als a Version zu identifizieren.
Das Aufstellen gestaltete
sich sehr langwierig, da die Lautsprecher sehr auf Abstand zur
Rückwand, Neigung und Drehung auf den Hörplatz reagieren.
Nun haben Sie zur Rückwand
einen Abstand von fast 2 Metern, der Bass ist so staubtrocken
und abgrundtief.
Ich sitze ebenfalls fast 1,5
Meter von der Rückwand…4,2 Meter bis zum Lautsprecher entfernt.
Die Bühne ist perfekt, habe
mich sehr darüber gewundert…der Klang löst sich komplett von den
Boxen und die Abbildung ist sehr Präzise.
Die Stimmen wirken ein wenig
zu groß, was aber auch an meiner Elektronik liegen kann.
Ich habe die Weiche in den
Originalzustand zurückversetzen müssen, da hier jemand den
Saugkreis im Bass Weichenteil lahmgelegt hat.
Das hatte den Vorteil, dass
der Lautsprecher nun handzahm zu betreiben war. Kein Problem für
den Verstärker,
aber auch kein sauberer und
tiefer Bass.
In Originalkonfiguration
betrieben mit einer
Parasound HCA 2200 II
bleiben nun keine Wünsche offen.
Die Endstufe ist meiner
Meinung nach jederzeit Herr der Lage, auch und gerade im
extended Mode.
Der Polyygraph ist bei mir
ganz aufgedreht, da ich den unteren Mitteltonbereich so
harmonischer finde,
der Polydome (nach hinten
offen) ist schon present, aber in Kombination mit den beiden
emit´s und dem semit ein Traum.
Das Klangbild ist sehr
auflösend, losgelöst und präzise.
Es werden Details
herausgeschält, die ich vorher noch nicht wahrgenommen hatte.
Der Lautsprecher klingt
sicherlich einen Tick härter als andere, reagiert aber auf
Elektronik und Musikmaterial in
perfekter und meiner Meinung
nach schwer zu erreichenden Weise.
Beispielsweise DM „Playing
the Angel“ als SACD macht mit diesem Lautsprecher sehr viel
Spass und es fehlt meiner Meinung
nach fast nichts.
Der Lautsprecher ist für die
aktuell gehandelten Preise ein absolutes Schnäppchen.
High End bezahlbar,
vorausgesetzt man hat eine sehr laststabiele und
stromlieferfähige Endstufe (teuer!), um Sie zu betreiben.
Wenn nicht, sollte man eher
zur Kappa 8 greifen, die ähnlich einzustufen ist.
Diese ist nicht ganz so
impendanz kritisch wie die K9 (0,6 ohm bei 40Hz).
Ich werde nun noch die Weiche mit
neien Elkos (Originalwerte) updaten, die K9 wird nicht mehr
verkauft (ebenso wie meine geliebte
All Ribbon 10 PII).
Solche Lautsprecher werden
heute nahezu nicht mehr gebaut, und wenn, kosten sie ein
Vermögen.
Mich wundert es nicht, dass
um die K9 einen Mythos entstanden ist, vom Brüllmonster bis hin
zur absoluten High End Box.
Ich denke, mit der Richtigen
Konfiguration und Elektronik, geht es mehr in Richtung High
End….
Gruß
Stefan
|